Lernen mit Freude und Erfolg
- Englisch ab Klasse 1
- Arbeit nach dem Dalton-Prinzip (Helene Parkhurst)
- besondere Förderung, Forderung und Inklusion
- vielfältige Lern- und Erlebnisangebote in der Freizeitbetreuung
Dalton an unserer Schule
Dalton bedeutet:
- Verantwortung
- Selbstständigkeit
- Zusammenarbeit
Die Schüler lernen nach und nach mit Unterstützung der Pädagogen, sich selbst Lernziele zu setzen, sich ihre Zeit selbst einzuteilen und über ihr Lernverhalten nachzudenken. Dies führt zu einer gesteigerten Lernmotivation und Lernfreude. Durch die Arbeit mit den Daltonpensen wird jeder Schüler entsprechend seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten gefordert und gefördert.
Das Pensum
Unsere Schüler arbeiten in Deutsch und Mathematik vorrangig an Plänen, im Dalton Pensen genannt. Diese Pensen sind mindestens dreifach differenziert, sodass jeder Schüler individuell nach seinen Fähigkeiten arbeiten kann. Im Gegensatz zu Wochenplänen beziehen sie sich nicht auf einen vorgegebenen Zeitrahmen, sondern auf einen Themenkomplex. Die Bearbeitungszeit kann dabei variieren. Während in der Klassenstufe 1 ein Pensum in der Regel innerhalb weniger Tage bis zu einer Woche bearbeitet wird, umfasst es in Klassenstufe 4 mehrere Wochen bis etwa einen Monat. Entsprechend komplexer und umfassender gestalten sich die Pensen mit steigendem Schuljahr. Heimat- und Sachkunde wird gerne integriert, wenn sich die Themen fächerübergreifend vereinbaren lassen. Mehrmals wöchentlich gewährleisten wir bei der Bearbeitung der Pensen Doppelbesetzung durch einen Erzieher oder zweiten Lehrer, um noch individueller auf unsere Schüler eingehen zu können. Durch die Arbeit mit Pensen lernen unsere Schüler nach und nach sich selbst zu organisieren, ihre Zeit selbst einzuteilen und Verantwortung für ihren Lernerfolg zu übernehmen. Regelmäßiges Feedback und Reflexion des eigenen Lernverhaltens unterstützen den Prozess.
Individuelle Förderung
„Es gibt nichts Ungerechteres als die gleiche Behandlung von Ungleichen“ – dieses Zitat des Psychologen Paul Brandwein betont sehr eindringlich die Notwendigkeit, sich bei der Planung von Lernprozessen an den individuellen Voraussetzungen der Schüler zu orientieren. Nur wenn es uns als Pädagogen gelingt, uns auf die Lernerfahrungen und das Vorwissen unserer Schüler einzustellen und an den passenden Stellen mit dem neuen Lernstoff anzuknüpfen, kann ein erfolgreicher Lernprozess entstehen. Für diese Individualisierung des Lernens bietet die Arbeit mit den Pensen hervorragende Möglichkeiten, da sie zum einen die Anpassung der Lernaufgaben an den individuellen Leistungsstand des Schülers ermöglicht und zum anderen dem Lehrer viel Zeit zur Auseinandersetzung mit jedem einzelnen Kind einräumt. Um unseren Schülern gerecht zu werden, sind die Pensen mindestens dreifach differenziert. Sollte trotz dieser Maßnahmen eine Über- oder Unterforderung einzelner Schüler festgestellt werden, stellen wir zusätzliche Lernangebote bereit. So können Schüler mit Lernschwierigkeiten oder speziellen Begabungen an den jeweils einmal wöchentlich stattfindenden Förder- oder Begabtenförderungsstunden teilnehmen. Hier werden in Kleingruppen oder Einzelunterricht bestimmte Unterrichtsinhalte wiederholend aufgearbeitet und entsprechende Übungsformen angeboten bzw. weiterführende Fragestellungen mit den Kindern entwickelt. Die Auswahl der inhaltlichen Schwerpunkte erfolgt dabei gemeinsam mit dem jeweiligen Schüler.
Visualisierung
Die Orientierung im Schulgebäude im Klassenraum und im Tages- bzw. Wochenablauf wird durch eine Vielzahl von Visualisierungen ermöglicht und damit erleichtert. Ein wichtiges Instrument dabei ist die Daltontafel. Sie ist in jedem Klassenraum zu finden und enthält neben den wichtigsten Klassenregeln u.a. eine Übersicht über die Klassendienste, die Sozialpartner und den Stundenplan. Mit fortschreitenden Schuljahren kommen dann noch Wochen- und Monatshöhepunkte und wichtige Termine für die Lernzielkontrollen dazu.
Freiheit und Eigenverantwortlichkeit
Zum Bearbeiten ihres Pensums müssen sich die Schüler über folgende Fragen Gedanken machen:
- An welcher Aufgabe möchte ich jetzt arbeiten?
- Wieviel Zeit muss ich dafür einplanen?
- Arbeite ich allein oder suche ich mir einen Lernpartner?
- Wo möchte ich arbeiten?
- Brauche ich Hilfsmittel?
Reflexion
Die Schüler sollen dazu angeregt werden, die fachspezifische Arbeit als ihre Sache, ihren Job zu begreifen. Das bedeutet aber auch, dass sie lernen müssen, Verantwortung für ihre eigenen Lernfortschritte zu übernehmen und sich ihre Arbeitsaufträge über längere Zeiträume hinweg aufzuteilen. Damit dies gelingt, ist eine permanente unterrichtsbegleitende Reflexion seitens der Schüler und Lehrer von Bedeutung. Hierfür dienen die folgenden Fragestellungen als Orientierung:
- Habe ich meine Vorsätze für dieses Pensum umsetzen können?
- Wie empfand ich das Lernklima? Möchte ich etwas ändern?
- Habe ich meine Aufgaben in der von mir geplanten Zeit geschafft? Wenn nicht, woran hat es gelegen?
- Welche Aufgaben gefielen mir am besten? Warum?
- Welche Aufgaben fielen mir schwer? Warum? Welche Hilfe hätte ich für die Bearbeitung noch benötigt?
- Welche Vorsätze habe ich für das nächste Pensum?