Lernen mit Freude und Erfolg

  • Englisch ab Klasse 1
  • Begabtenförderung
  • Arbeit nach dem Dalton-Prinzip (Helene Parkhurst)
  • vielfältige Lern- und Erlebnisangebote in der Freizeitbetreuung
  • maximale Klassenstärke: 18 Schüler

Während der Pensenzeit in Mathematik und Deutsch stehen zwei Pädagogen zur Verfügung, um die individuellen Lernprozesse besser unterstützen zu können.

 

Dalton an unserer Schule

Dalton bedeutet:

  • Verantwortung
  • Selbstständigkeit
  • Zusammenarbeit

Die Schüler lernen nach und nach mit Unterstützung der Pädagogen, sich selbst Lernziele zu setzen, sich ihre Zeit selbst einzuteilen und über ihr Lernverhalten nachzudenken. Dies führt zu einer gesteigerten Lernmotivation und Lernfreude. Durch die Arbeit mit den Daltonpensen wird jeder Schüler entsprechend seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten gefordert und gefördert.

Das Pensum

Unsere Schüler arbeiten an Plänen, im Dalton Pensen genannt.  Diese Pensen sind mindestens dreifach differenziert, so dass jeder Schüler individuell nach seinen Fähigkeiten arbeiten kann.  Unsere Pensen unterscheiden sich von Wochenplänen dahingehend, dass sie zeitlich nicht auf eine Woche begrenz sind, sondern die Schüler die Zeit zum Bearbeiten bekommen, die sie benötigen. Da ein Pensum immer einen Themenkomplex beinhaltet, ist die Bearbeitungszeit je nach Klassenstufe sehr unterschiedlich. Während in der Klassenstufe 1 ein Pensum in der Regel innerhalb weniger Tage bis zu einer Woche bearbeitet wird, umfasst es in Klassenstufe 4 mehrere Wochen bis etwa einen Monat. Entsprechend komplexer und umfassender gestalten sich die Pensen mit steigendem Schuljahr. Pensen werden meist für die Fächer Mathematik und Deutsch erstellt. Heimat- und Sachkunde wird gerne integriert, wenn sich die Themen fächerübergreifend vereinbaren lassen. Während der Pensen sind wir bemüht möglichst oft eine Doppelbesetzung durch einen Erzieher oder zweiten Lehrer zu gewährleisten, um noch individueller auf unsere Schüler eingehen zu können. Besonders leistungsschwache Schüler profitieren von dieser Methode. Aufgrund der Arbeit mit Pensen lernen unsere Schüler nach und nach sich selbst zu organisieren, ihre Zeit selbst einzuteilen und Verantwortung für ihren Lernerfolg zu übernehmen. Regelmäßiges Feedback und Reflexion des eigenen Lernverhaltens unterstützen den Prozess.

Individuelle Förderung

 „Es gibt nichts Ungerechteres als die gleiche Behandlung von Ungleichen“ – dieses Zitat des Psychologen Paul Brandwein betont sehr eindringlich die Notwendigkeit, sich bei der Planung von Lernprozessen an den individuellen Voraussetzungen der Schüler zu orientieren. Nur wenn es uns als Pädagogen gelingt, uns auf die Lernerfahrungen und das Vorwissen unserer Schüler einzustellen und an den passenden Stellen mit dem neuen Lernstoff anzuknüpfen, kann ein erfolgreicher Lernprozess entstehen. Für diese Individualisierung des Lernens bietet die Arbeit mit den Pensen hervorragende Möglichkeiten, da sie zum einen die Anpassung der Lernaufgaben an den individuellen Leistungsstand des Schülers ermöglicht und zum anderen dem Lehrer viel Zeit zur Auseinandersetzung mit jedem einzelnen Kind einräumt. Um unseren Schülern gerecht zu werden, sind die Pensen mindestens dreifach differenziert. Sollte trotz dieser Maßnahmen eine Über- oder Unterforderung einzelner Schüler festgestellt werden, stellen wir zusätzliche Lernangebote bereit. So können Schüler mit Lernschwierigkeiten oder speziellen Begabungen an den jeweils einmal wöchentlich stattfindenden Förder- oder Begabtenförderungsstunden teilnehmen. Hier werden in Kleingruppen oder Einzelunterricht bestimmte Unterrichtsinhalte wiederholend aufgearbeitet und entsprechende Übungsformen angeboten bzw. weiterführende Fragestellungen mit den Kindern entwickelt. Die Auswahl der inhaltlichen Schwerpunkte erfolgt dabei gemeinsam mit dem jeweiligen Schüler.

Visualisierung

Die Orientierung im Schulgebäude im Klassenraum und im Tages- bzw. Wochenablauf wird durch eine Vielzahl von Visualisierungen ermöglicht und damit erleichtert. Ein wichtiges Instrument dabei ist die Daltontafel. Die Daltontafel ist sichtbar in der Klasse angebracht und darauf sind die wichtigsten Klassenregeln, das Datum, die Klassendienste, die Sozialpartner und der Stundenplan erkennbar. Meist erfolgt die Visualisierung durch Bilder und Symbole. Mit fortschreitenden Schuljahren kommen dann noch Wochen- und Monatshöhepunkte und wichtige Termine für die Lernzielkontrollen dazu.

Freiheit und Eigenverantwortlichkeit

Zum Bearbeiten ihres Pensums müssen sich die Schüler über folgende Fragen Gedanken machen:

  • An welcher Aufgabe möchte ich jetzt arbeiten?
  • Wieviel Zeit muss ich dafür einplanen?
  • Arbeite ich allein oder suche ich mir einen Lernpartner?
  • Wo möchte ich arbeiten?
  • Brauche ich Hilfsmittel?

Reflexion

Die Schüler sollen dazu angeregt werden, die fachspezifische Arbeit als ihre Sache, ihren Job zu begreifen. Das bedeutet aber auch, dass sie lernen müssen, Verantwortung für ihre eigenen Lernfortschritte zu übernehmen und sich ihre Arbeitsaufträge über längere Zeiträume hinweg aufzuteilen. Damit dies gelingt, ist eine permanente unterrichtsbegleitende Reflexion seitens der Schüler und Lehrer von Bedeutung (vgl. auch 5.5). In der Schuleingangsphase wird die Selbstreflexion der Schüler zunächst tageweise mit Unterstützung des Lehrers durchgeführt. Dafür werden zum einen verschiedene Smileys genutzt und zum anderen kurze Gruppen- bzw. Klassengespräche geführt. In den Klassenstufen 3 und 4 erfolgt nach der Bearbeitung jedes Pensums zusätzlich eine kurze schriftliche Reflexion. Hierfür dienen die folgenden Fragestellungen als Orientierung:

  • Habe ich meine Vorsätze für dieses Pensum umsetzen können?
  • Wie empfand ich das Lernklima? Möchte ich etwas ändern?
  • Habe ich meine Aufgaben in der von mir geplanten Zeit geschafft? Wenn nicht, woran hat es gelegen?
  • Welche Aufgaben gefielen mir am besten? Warum?
  • Welche Aufgaben fielen mir schwer? Warum? Welche Hilfe hätte ich für die Bearbeitung noch benötigt?
  • Welche Vorsätze habe ich für das nächste Pensum?

Es müssen nicht alle der angegebenen Fragen bei jeder Reflexion abgearbeitet werden. Die kursiv markierten Fragen sind jedoch von großer Bedeutung für die Lernentwicklung der Schüler und gelten daher als verpflichtend.      

Raum der Stille

Eine weitere Besonderheit in der Daltonpädagogik ist der Raum der Stille. Er stellt einen Ort dar, an dem die Schüler in Einzelarbeit produktiv sein können, wenn sie absolute Ruhe bevorzugen. Ein Pädagoge stellt die Stille im Raum sicher. Nachmittags wird diieser gerne zum entspannen genutzt.            

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok